STADTBAUKUNST SS 2019 | 1

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„Jeder Plan ist ein Teil eines großen Ganzen, der Stadt, der Flur, des Bezirkes, des Landes. Es muß also volle Klarheit über die Beziehungen zur Umgebung geschaffen werden, über den Anschluß der Straßen, Bahnen, Schleusen, Wasserläufe sowohl mit der unmittelbaren wie der weitere Umgebung.“

Gurlitt, C. (1920). Handbuch des Städtebaues. Berlin: Der Zirkel Architekturverlag GmbH. S. 9

Das vorliegende Planungsgebiet und seine Umgebung sollen in Gruppen sowohl auf der Planebene als auch mit Erkenntnissen vor Ort in jeder erdenklichen Art und Weise analysiert und im Anschluss hinsichtlich seiner Potenziale bewertet werden. Dabei können vielerlei Parameter von Interesse sein, wie Infrastruktur, Topografie, Gebäude- und Parzellenstruktur, aber auch Verhältnisse bezüglich des Wohnen, Arbeiten und öffentlicher Einrichtungen, bis hin zu Verkehrsströmen von Fußgängern und Vielem mehr. Mit Hilfe der ermittelten Daten soll jede Gruppe, aufgeteilt in je zwei Teams, zwei alternative Entwurfsansätze verfolgen, wobei einer die gegenwärtige Parzellenstruktur einbeziehen, der andere davon losgelöst gedacht werden soll.

Abgabeleistungen:

  • Kurze und prägnante Beamerpräsentation (Querformat) mit Dokumentation der Analyse und allen zum Verständnis der Konzepte notwendigen Zeichnungen, wie Piktogramme, Lageplan, exemplarische Grundrisse, Schnitte, perspektivische Darstellungen, etc.
  • Je ein Einsatzmodell pro Atelier, je zwei Arbeitsmodelle pro Gruppe. Materialität nach Vorgabe.

Abgabe:                Mittwoch, 27.11.2019, 10:00 auf OLAT

Präsentation:       Mittwoch, 27.11.2019, 12:00, Raum 1-160

Abbildung: „Peter Smithson, Eduardo Paolozzi, Alison Smithson and Nigel Henderson 1956 (Foto: Nigel Henderson)“ in Smithson, P. (Herbst 2000). October. Friends of the Future: A Conversation with Peter Smithson (B. Colomina, Interviewer) The MIT Press. 94. Auflage S.6   

Die Organisation des Kurses erfolgt über OLAT.

STADTBAUKUNST SS 2019 | 2

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„Welche Musterstadt könnte auf den Ruinen errichtet werden, wenn die Grundeigentümer nicht im Wege stünden, wenn der Boden dem Gemeinwesen gehörte.“

Flürscheim, M. zitiert in Bernoulli H. (1991). Die Stadt und ihr Boden (3. Auflage). Basel Berlin Boston: Birkhäuser Verlag. S. 122

Ausgehend von den Ergebnissen der ersten Phase, sollen nun die Ideen weiter ausgearbeitet und konkretisiert werden. Dabei werden weiterhin beide alternative Lösungsansätze verfolgt – einmal auf die bestehende Parzellenstruktur reagierend, einmal diese gänzlich verneinend, wobei eine neue Parzellenstruktur einzuführen bleibt.

Ziel ist es, in einem Rahmenplan die Spielregeln für die künftige Planerschaft so festzulegen, dass sie im Idealfall einerseits gewisse Spielräume offen lassen, andererseits die Kraft der eigenen Idee stets spürbar bleibt.

Abgabeleistungen:

  • Kurze und prägnante Beamerpräsentation (Querformat) mit Dokumentation der Analyse und allen zum Verständnis der Konzepte notwendigen Zeichnungen, wie Piktogramme, Lageplan, exemplarische Grundrisse, Schnitte, perspektivische Darstellungen, etc.
  • Je ein Modell pro Lösungsansatz. Materialität nach Vorgabe.
  • Rahmenplan M 1:500 mit allen Anforderungen an die künftige Bebauung, die für das Transportieren der Idee als sinnvoll erachtet werden

Abgabe:                Mittwoch, 18.12.2019, 10:00 auf OLAT

Präsentation:       Mittwoch, 18.12.2019, 12:00, Raum 1-160

Abbildung: Fisch, S. (1988). Stadtplanung im 19. Jahrhundert – Das Beispiel München bis zur Ära Theodor Fischer. München: Oldenbourg Verlag GmbH. S. 236

Die Organisation des Kurses erfolgt über OLAT.