ANTI DOGMA

Learning from the existing landscape is a way of being revolutionary for an architect. Not the obvious way, which is to tear down Paris and begin again […], but another, more tolerant way; that is, to question how we look at things.

Venturi, Robert/ Scott Brown, Denise/ Izenour, Steven: Learning from Las Vegas, Cambridge 1972

Entwurf im Hauptstudium / Master
Wir wollen die Heterogenität als mögliche Lösung und Vermittlerin zwischen den Paradoxa unserer Professionen nutzen. Aufgabe ist es, der Zwischennutzung einer Brachfläche zu einer robusteren Struktur zu verhelfen. Die Analyse der vorhandenen städtischen, zufälligen und ungeplanten Qualitäten des Baufelds und die vor Ort fotografisch und in Zeichnungen festgehaltenen Phänomene, bilden die Grundlage. Da Neubauten immer mehr in der Kritik stehen und wir so im Moment keine adäquaten Lösungen finden ohne Schaden zu produzieren, ist es notwendig, sich der Sensibilität des Interims zu widmen.

Neben der Beschäftigung mit Beispielen des Improvisieren und Weiterbauen, des Unfertigen in der Architektur und der Kunst, werden die Entwürfe von Prozessen des Reparieren, Ergänzen, Erweitern, des Unterstützen des Vorhandenen und des Neusortieren geprägt.
Die Struktur soll veränderbar, temporär und reversibel bleiben. Es bleibt abzuwägen, wie wenig robust und wie viel fragil Projekte sein müssen oder dürfen. Durch die konstruktive Ausarbeitung, werden sie in ihrer Plausibilität geschärft und verbleiben nicht im Abstrakten.

Die Organisation erfolgt über OLAT.
Eine digitale Einführung in den Kurs findet am 02.11.2021 um 14:00 Uhr statt. Der Zugang ist im OLAT-Kurs hinterlegt.

Bild: Katharina Immekus, o.T. No. 14, 2014, Aquarell, 25 × 19 cm