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Rosenkranzexperiment III

Will man ästhetisch unbefriedigende Situationen verbessern, steigt erfahrungsgemäß der Aufwand überproportional, je näher man zum „Schönen“ gelangen will. Hier setzt das „Rosenkranzexperiment III“, basierend auf dem Werk „Die Ästhetik des Hässlichen“ des Philosophen Karl Rosenkranz von 1853 an. Neben der Gliederung des Hässlichen in allen seinen Erscheinungen, zeigt Rosenkranz ansatzweise eine Strategie auf, die im Sinne einer Affirmation des Hässlichen einen alternativen Weg zur Schönheit bietet – um von „häss- lich“ nach „schön“ zu gelangen.

Dieser speziellen These nachzuspüren und sie experimentell ansatzweise zu belegen, ist das Ziel dieser architektonischen Entwurfsforschung. Da in der zeitgenössischen Kunst ähnliche Strategien angewandt werden, ist eine begleitende Analyse der Arbeitsweisen z.B. von Fischli und Weiss, Erwin Wurm, Tom Sachs, Julian Opie, Gilbert & George … lohnenswert.

Dieser Theorieansatz wird im Entwurfsprojekt auf die unbefrie- digende Situation der Ortseingänge Kaiserslauterns übertra- gen, Nach Bestandsaufnahme, Recherche und Lektüre werden individuelle Strategien entwickelt, die im Sinne der „Ästhetik des Hässlichen“ die vorgefundenen Situationen mittels „site repair“ minimalinvasiv verwandeln – abseits gesicherter Ter- rains, im architektonischen Neuland.

Pflichtlektüre (vor dem 1. Treffen zu lesen):
K. Rosenkranz, Ästhetik des Hässlichen, Königsberg 1893, Th. Fischer, 6 Vorträge über Stadtbaukunst, München 1920, R. Venturi: Complexity and Contradiction, New York 1977, Chr. Alexander: A Pattern Language, New York, 1979

Beginn: Mittwoch, 07.11.2018, 15:30 Uhr/Textbesprechung Ort: Gebäude 1, SBKE

Die Organisation des Kurses erfolgt über OLAT.