„Reverse Engineering“

… von der Stadtgrafik zum Stadtraum

Wie lassen sich städtebaulich-räumliche Situationen aus der abstrakten Darstellung von Stadt generieren? Wie entsteht ein Entwurf einer fiktiven Stadt, die aus dem abstrakten Schwarzplan einer realen Stadt konkret entwickelt wird?

Im Sommersemester 2019 experimentieren wir mit der Strategie des „Reverse Engineering“ und rekonstruieren „Stadt“ aus einem „Plan“. Der Schwarzplan einer bestehenden Stadt wird als Ausgangsprodukt genommen. Durch die Untersuchung der grafischen Strukturen, Interpretationen und Stadtdeutungen entwerfen wir ausgehend von Topografie und politischer Landschaft die passenden Stadträume und deren Geschichte(n) sowie die konkreten Nutzungen der einzelnen Gebäude und deren architektonisch-räumlichen Ausdruck.

Es ist ein Verfahren bei dem eine gebaute dreidimensionale Stadt (die in einem grafischen Plan zweidimensional abstrahiert dokumentiert wurde) als Objekt zum Plan wird und aus diesem Plan wieder ein neues geplantes Objekt, eine neue Stadt aus Interpretationen und realen Anforderungen entwickelt wird.

Der Entwurf entsteht nun im Spannungsfeld zwischen Plan und Realität, zwischen Abstraktion und konkreter Situation. Er wird zur kritischen Auseinandersetzung mit Stadtgrafik und dient der Prüfung der üblichen städtebaulichen Werkzeuge – eine Forschung zum stadträumlichen Gefüge von 1:10.000 bis zum architektonischen Maßstab 1:50.

Abbildung: Stephan Huber, Weltatlas, 2015

Beginn:

Mittwoch, 17.04.2019, 13:00 Uhr
Ort: Gebäude 1, SBKE

Die Organisation des Kurses erfolgt über OLAT.